Sonntag, 17. Februar 2008
Einige Fakten zur CO2-Diskussion
Leckere Bildergallerie vom Zuender.

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Mittwoch, 14. November 2007
Was ist die Gaia-Theorie? Eine grobe Zusammenfassung der Kerngedanken.
Die Gaia-Theorie ist eine relativ neue Idee, welche Mitte der 1960er Jahre von dem Chemiker, Biophysiker, Mediziner und Klimatologen James Lovelock und der Biologin Lynn Margulis entwickelt wurde und im Gegensatz zur bis dahin geläufigen Annahme steht, dass die Erde ein toter Felsklotz ist.

Die Gaia-Theorie geht davon aus, dass die Erde ein Lebewesen, ein einziger großer Organismus ist, der sich genau die Umgebung schafft, die er braucht. Das Steuerungs- und Rückkopplungssystem, das für diese Aktivitäten zuständig ist, benannte Lovelock vor gut einem Jahrzehnt, angeregt von dem Vorschlag des Literaturnobelpreisträgers William Golding, nach der griechischen Erdgottheit Gaia.

Die Gaia-Theorie behauptet, dass die Evolution des Lebens nur aus der aktiven Kooperation der Sphären, der vier Grundelemente des Erdbodens (Lithosphäre), des Wassers (Hydrosphäre), der Luft (Atmosphäre) und des Lebens (Biosphäre) erklärbar ist. Nach Lovelocks Gaia-Theorie sind die etwa vier Milliarden Lebensarten auf unserem Planeten durch Koevolution und Rückkopplung derart koordiniert, dass der gesamte Planet ein sich selbst organisierendes System darstellt. In einfacheren Worten bedeutet dies: So wie ein Mensch oder ein Tier aus kleineren Organismen besteht (rote und weiße Blutkörperchen, Zellen oder Bakterien und ähnliches), ohne die er nicht leben kann, sind Menschen und Tiere ihrerseits Teil eines größeren Lebewesens, nämlich der Erde.

Glaubt man der Gaia-Theorie, so ist der Mensch natürlich nicht mehr der Herr der Natur, sondern nur ein Teil des Gesamten, der sich anpassen muss oder andernfalls vernichtet wird.

Diese Gedanken sind immer wieder von der Wissenschaft belächelt und kritisiert worden. Nicht zuletzt, weil die Gaia-Theorie entscheidenen Einfluss auf die Hippie- und New Age-Bewegung hatte und zu einer Art Mythos und Pseudo-Religion erhoben wurde. Davon distanzierten sich die Schöpfer dieser Hypothese, so sagte Lovelock einmal:

„Aber wenn ich von einem lebendigen Planeten spreche, soll das keinen animistischen Beiklang haben, ich denke nicht an eine empfindungsfähige Erde oder an Steine, die sich nach eigenem Willen und eigener Zielsetzung bewegen. Ich denke mir alles, was die Erde tun mag, etwa die Klimasteuerung, als automatisch, nicht als Willensakt; vor allem denke ich mir nichts davon als außerhalb der strengen Grenzen der Naturwissenschaften ablaufend. Ich achte die Haltung derer, die Trost in der Kirche finden und ihre Gebete sprechen, zugleich aber einräumen, dass die Logik allein keine überzeugenden Gründe für den Glauben an Gott liefert. In gleicher Weise achte ich die Haltung jener, die Trost in der Natur finden und ihre Gebete vielleicht zu Gaia sprechen möchten.“

Lovelock meint also, dass man die Erde als Lebewesen ansehen kann, nicht in dem Sinne, dass sie eine Seele hat und bewusste Entscheidungen trifft, sondern im systemtheoretischen Verständnis, wonach sie ein System darstellt, welches sich als Gesamtheit organisieren und verändern kann.

Wie Verteidiger der Gaia-Theorie weiterhin gerne sagen, beruht der Spott ihrer Kritiker vor allem auf der Angst, sich von dem bestehenden Weltbild zu lösen und Ideen zu akzeptieren, die als "veraltet" und "primitiv" angesehen werden. Kulte, die der Verehrung von Natur und Erde galten, fanden sich tatsächlich in vielen frühen menschlichen Kulturen, sei es bei Germanen, Griechen oder Indios. Naturvölker praktizieren ähnliche Kulte noch heute. Die Gaia-Theorie ist ein Ansatz, eine wissenschaftliche Bestätigung dafür zu suchen.

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Samstag, 7. April 2007
Terra Sempervirens...
Neue Gedankenspiele aus der Gaia-Forschung.

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Dienstag, 20. März 2007
Epica

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Dienstag, 6. März 2007
Energiepolitik
Zur Energiedebatte "Wie böse sind AKWe tatsächlich?" habe ich heute einen Physiklehrer befragt. In einer sehr differenzierten Art und Weise hat er dargelegt, dass diese Methode der Energiegewinnung angesichts der Klimakrise durchaus in Erwägung zu ziehen ist. Soweit nichts Neues. Da die Risiken eines GAUs bestenfalls minimiert, jedoch nie ausgeschlossen werden können, bleibt die Angelegenheit problematisch. Ein wenig ketzerisch warf er jedoch ein: "Wenn Deutschland dann den Atomausstieg vollendet hat, importiert es sich den Atomstrom halt aus Frankreich oder anderen Nachbarländern." So profitierten wir von den Vorteilen von Kernenergie, schiebten die Risiken jedoch anderen zu, was ja durchaus legitim sei.
Kernfusion als effektive Energiebeschaffung ist in seinen Augen sehr unrealistisch. Es sei ungefähr so, dass man dafür mehr Energie reinsteckt, als wieder rauskommt.

Der interessanteste Aspekt war jedoch der, dass das angestrebte Ziel unserer kapitalistischen Gesellschaft, nämlich Wirtschaftswachstum, zwangsläufig mit Klimaschutzinteressen kollidiert. Denn einher geht immer auch eine Vergrößerung des Energieverbrauchs. Doch gerade das Gegenteil sollte und muss oberste Prämisse sein, auch aus legislativer Sicht.
Eine anschauliche Parabel dazu hatte der Lehrer auch parat: Wenn die Dinosaurier in ihrer (verglichen mit Gaias Alter) rechten kurzen Zeit hier auf der Erde so etwas wie eine Volkswirtschaft aufgebaut hätten, die konstant 0,5% Wirtschaftswachstum (was ja noch relativ wenig ist) aufweisen konnte, hätten die Dinosaurier am Ende 20 Universen gebraucht, um ihren Ressourcenverbrauch zu decken.
[Die Genauigkeit der Zahlen unterliegt der Qualität meines Gedächtnisses; die allgemeine Stoßrichtung sollte dennoch klar werden.]

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Montag, 5. März 2007
Das ist doch grüner Unsinn!
Okay, es ist ein Artikel aus der umstrittenen "Welt", aber dennoch ist die Kontroverse, losgetreten von James Lovelock, interessant zu lesen. Aber stellen wir uns doch mal wirklich vor, unsere Leber könnte denken... Vielleicht tut sie es ja?

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